Am 18. November ist es soweit!

Spielleutetag in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es weit über eintausend Musiziergemeinschaften im Bereich der Spielleute. Sie sind von einer beeindruckenden musikalischen Vielfalt. Es gibt die traditionellen Spielmannszüge und Fanfarenzüge. Wir finden bei uns die großen Flötenorchester und Naturton-Ensembles genauso wie die Percussionsgruppen oder Flöten-Chöre. Was liegt also näher als dieser großen Vielfalt einmal einen entsprechenden Rahmen zu geben? Nun ist das, was naheliegt, nicht immer selbstverständlich. Es muss erst einmal jemanden geben, der diese Idee formuliert und entsprechend umsetzt. Das haben sich auch Frank Bott und Anke Wamser gedacht. Beide sind in leitender Verantwortung für den Bereich Spielleutemusik im Volksmusikerbund NRW tätig. Bott als Landesmusikdirektor Spielleute und Frau Wamser als seine Stellvertreterin. Sie hatten nicht nur diese Idee, sondern setzen sie auch um: Mit einem Spielleutetag am 18. November diesen Jahres.

„Tradition trifft auf Moderne“
Dieser Ansatz ist aus zwei Gründen etwas Neues, um das etwas abgenutzte Wort von der „Innovation“ zu vermeiden: Zum einen richtet sich dieser Spielleutetag nicht nur an die im Volksmusikerbund NRW organisierten Musikvereine. Er ist verbandsübergreifend konzipiert. Es sollen sich Spielleute aus allen Verbänden und solchen Vereinen angesprochen fühlen, die noch in keinem Verband organisiert sind. Es handelt sich um ein offenes Forum, allerdings unter Federführung des Volksmusikerbundes NRW. Zum anderen garantiert der breite musikalische Ansatz entsprechende Vernetzungsmöglichkeiten. In der Ausschreibung formulieren das Bott und Frau Wamser so: „Musikerinnen und Musiker, Instrumentalausbilder, Leiter, Dirigenten, Vorstände und Funktionäre der Verbände; für sie alle bietet das Programm vielfältige Möglichkeiten des Austauschs und der Begegnung. Neue Partnerschaften können entstehen, die weit über den Spielleutetag hinausgehen.“

Im Programm des Spielleutetages findet sich dieser Ansatz wieder. Es wird instrumentalspezifische und fachübergreifende Workshops geben. Sie werden von qualifizierten Berufsmusikern begleitet. In Fachvorträgen bekommen die Teilnehmer zudem die Möglichkeit zum Blick über den berühmten Tellerrand: Wie sehen die Perspektiven für die Musikvereine aus? Wie können sie ihre Zukunft in einer sich schnell verändernden Gesellschaft sicherstellen? Aber der Schwerpunkt liegt auf der musikalischen Praxis mit einem großen Abschusskonzert. Dort wird die angesprochene Vielfalt unter dem Stichwort „Tradition trifft auf Moderne“ zum Ausdruck kommen. Musikerinnen und Musiker bekommen so die Chance, das in den Gruppenarbeiten erworbene Wissen anzuwenden. Inhaltlich wird es um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Musikepochen und Musikstilen gehen. In der Form eines „Spiels in kleinen Gruppen” oder auch als Solisten. Die Teilnehmer erwartet also nicht der musikalische Alltag. Sie bekommen vielmehr die Chance, etwas Neues zu entdecken. Nicht zuletzt deshalb wird es auf dem Spielleutetag um die Kombination mit nicht spielmannsspezifischen Instrumenten, mit Gesang und/oder dem Tanz gehen.

„Plattform zum Gedankenaustausch“
Frank Bott und Anke Wamser formulieren für den Spielleutetag drei Ziele: Begegnung, Austausch und Wettbewerb. Er ist eine „Plattform zum Gedankenaustausch“, wie sie es nennen. Damit machen sie den nordrhein-westfälischen Spielleutevereinigungen ein äußerst attraktives Angebot. Diese werden es bestimmt nutzen. So sehen wir uns am 18. November. crescendo ist natürlich vor Ort.

 
 
 
• 2017