Volksmusikerbund heißt jetzt Kreismusikverband Olpe e.V.

Satzungsänderung beschlossen

Kreis Olpe. Der Volksmusikerbund im Kreis Olpe hat einen neuen Namen und heißt nun „Kreismusikverband Olpe e.V.” Im Rahmen einer Satzungs-Neufassung beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung jetzt im Hotel Sangermann in Oberveischede die Umbenennung des Kreisverbandes.

Der Musikzug Ennest hatte die Namensänderung beantragt, weil der Begriff „Volksmusikerbund” nicht mehr zeitgemäß sei und für die Jugendlichen sogar eher „abschreckend” wirke. Von den mehr als 3000 Aktiven der 50 Mitgliedsvereine unter dem Dach des Kreismusikverbandes sind 1800 jünger als 27 Jahre.

Der Kreisvorstand unterstützte den Antrag. Vorsitzender Andreas Bock: „Mit Volksmusik verbinden viele Heino und Hannelore, das hat mit dem Profil unserer Vereine nun wirklich nichts zu tun.” Nach Aachen und Mark ist Olpe der dritte Kreisverband in NRW, der sich umbenannt hat. Langfristig werde auch der Landesverband dies anstreben, so Bock.

Die Aktualisierung der Verbandssatzung war aber auch aus rechtlichen Gründen an der Zeit. Rechtsanwalt Harald Kröning: „Die alte Satzung ist in wesentlichen Punkten überkommen, sie entspricht nicht mehr den Vorgaben des Finanzamtes und des Vereinsrechtes.” Das Amtsgericht Siegen, das auch für die Vereine aus dem Kreis zuständig ist, setze andere Maßstäbe an.

Die inhaltlichen Aussagen der alten, mehr als 20 Jahre alten, Satzung bleiben weitgehend bestehen. Neu ist: Auch „natürliche Personen”, also nicht nur Vereine, können jetzt Mitglied werden. Mitglieder, die trotz zweimaliger Mahnung ihre Beiträge nicht bezahlen, können durch Vorstandsbeschluss von der Mitgliederliste gestrichen werden. Lehnt das betroffene Mitglied den Ausschluss ab, entscheidet endgültig die Mitgliederversammlung. Kröning: „Ein Paragraph zur Streichung von Karteileichen.”

Neben dem geschäftsführenden Vorstand und der Mitglieder gibt es künftig als drittes Organ den Beirat, dem die Mitglieder des bisherigen erweiterten Vorstands wie Kreisdirigent, Kreisfachleiter etc. angehören.

Mit der neuen Satzung, die von den ca. 50 Delegierten der Mitgliedsvereine einstimmig verabschiedet wurde, kann der Vorstand nun mit Rechtssicherheit arbeiten. Rechtsanwalt Kröning riet allen Vereinen, ihre Satzungen zu überprüfen.

Oft würden auch die Haftungsfragen vernachlässigt. Kröning empfahl den Vorstandänden den Abschluss einer „Vermögenshaftpflicht-Versicherung.” Denn: Sollte einem Jungmusiker bei einem Auftritt etc. ein Unfall passieren, würden Krankenkassen, Versicherungen etc. automatisch die Frage der Verantwortlichkeit prüfen. Kann dem Vorstand Fahrlässigkeit oder Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen werden, haftet der Vorsitzende bzw. der Vorstand möglicherweise mit seinem privaten Vermögen. So sei es zum Beispiel bei dem Brückenunfall bei Latrop im Hochsauerland gewesen.

 

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• 2018