Als Flaneur auf dem NRW Tag in Hamm

Hamm - 30.06.2009

Der NRW Tag ist noch jung. Er hat sich trotz seiner Jugend zu einer festen Institution entwickelt. Den ersten NRW Tag gab es erst anläßlich des 60. Geburtstages von Nordrhein-Westfalen im Jahre 2006 in Düsseldorf. Diese Veranstaltung soll die Identifikation der Bürger mit ihrem Bundesland stärken - und zugleich die große Vielfalt des Landes repräsentieren. In diesem Jahr also in Hamm. Wie seit 2006 war auch der VMB NRW präsent - mit Konzerten und einem Informationsstand.

Am letzten Juni Wochenende fanden an beiden Tagen jeweils mehrere hunderttausend Besucher den Weg in die Stadt mit dem Elefanten als Markenzeichen. Auf 15 Bühnen ist in der Innenstadt ein vielfältiges Programm geboten worden. Die kulturelle Vielfalt in Rheinland und Westfalen kam in Hamm zum Ausdruck. Ob Tanzvorführungen oder Sportveranstaltungen, von der Feuerwehr bis zu Wirtschaftsverbänden und alle Spielarten der Musik: In Hamm konnte man sich gut informieren und wurde hervorragend unterhalten. Der einzige Wermutstropfen war vielleicht die etwas undurchsichtige Verkehrsführung in der weitgehend Autofreien Innenstadt. Zwar gab es ein Park and Ride System für auswärtige Besucher. Nur war das Finden der ausgewiesenen Parkplätze nicht ganz einfach. Das mag allerdings auch etwas mit dem ungenügenden Orientierungsvermögen des Autors zu tun haben.

Der VMB NRW war in Hamm der Partner des Landesmusikrates. Dieser hatte in einer großzügigen Parkanlage, direkt an der Lippe gelegen, eine große Bühne mit einem vielfältigen Programmangebot. Auch wir waren dort gut vertreten - mit Auftritten des Jugendblasorchesters Avenwedde und dem Landesspielleutekorps. Gut geschützt waren wir übrigens auch: Die direkte Nachbarschaft mit der Polizei und der Bundeswehr ließ in der Hinsicht keine Wünsche offen. Ansonsten war auf der Bühne an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Programm zu hören. Es reichte von der Coverband Crossover über die Rochus Musikschule Köln bis zur Philharmonie Südwestfalen. Ein besonderer Höhepunkt, für die Tontechniker vor allem, war sicherlich der Auftritt des renommierten Bandleaders Peter Herbolzheimer mit seiner European Jazz Academy. Ein Soundcheck von 45 Minuten zeugt von besonderer Sorgfalt bei der Konzertvorbereitung. Auch ansonsten bewies er mit seiner physischen Präsenz, sparsamer Gestik und interessanter Kommentierung der Ereignisse, einen Sinn für Performance. Sicherlich waren die beiden anwesenden Minister, Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Familienminister Armin Laschet, von diesem Zusammentreffen von Kultur und Politik genauso beeindruckt wie der Autor dieser Zeilen. Beide betonten in ihren Beiträgen den besonderen Stellenwert der Kultur für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Dafür ist der VMB NRW übrigens ein gutes Beispiel. Wo sonst arbeiten die Generationen so selbstverständlich zusammen wie bei uns? In diesem Zusammenhang dankt auch der Präsident des VMB NRW, Jochen Westermann, dem Land und dem Landesmusikrat, vor allem Dr. Robert von Zahn und Eva Luise Roth, für die gute Zusammenarbeit - auch beim diesjährigen NRW Tag in Hamm.

Aber der Feind des Guten ist bekanntlich das Bessere. Auf solchen Großveranstaltungen ist der Besucher in der Rolle des Flaneurs. Das ist ein Mensch, der im Spazierengehen schaut, genießt und schweigt - er flaniert. Man kommt auf einem NRW Tag eher zufällig an einer Bühne vorbei. Man sieht und hört sich Dinge an, die vorher nicht geplant waren. Da wäre es sicherlich von Vorteil, wenn im nächsten Jahr beim NRW Tag in Siegen eine Bühne zu bekommen wäre, die etwas zentraler gelegen ist - und mehr Flaneuere zum Verweilen einlädt.

Der NRW Tag war eine gelungene Veranstaltung bei strahlendem Sommerwetter. Zum Schluss sei noch den Mitgliedern des VMB NRW gedankt, die uns so gut vertreten haben. An der Spitze natürlich das Jungendblasorchester Avenwedde und das LSK. Ansonsten sei noch der Vorsitzende des KV Unna-Ruhrgebiet, Werner Laskowski und Erwin Spiekermann aus Menden erwähnt. Ohne sie wäre unsere Präsenz in Hamm nicht möglich gewesen. Gleiches gilt für die Mitglieder der LMJ NRW, Carsten Pieper und Veronika und Micha Rosenkranz. Das Präsidium war mit Jochen Westermann, den beiden Vizepräsidenten Friedel Reising und Arnd Bolten sowie Landesmusikdirektor Bernhard Viegener und Landesgeschäftsführer Bernd Nawrat ebenfalls gut vertreten.

Der nächste NRW Tag findet vom 15. bis 17. September nächsten Jahres in Siegen statt. Unter dem Motto Siegenpulsiert. Sicherlich mit tatkräftiger Hilfe des VMB NRW.
(Frank Lübberding)

 

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