Nimrod (aus den Enigma-Variationen op. 36)

Edward Elgar

Elgars Schaffen geht aber natürlich weit über die berühmten Marschkompositionen hinaus. Von internationaler Geltung sind seine „Enigma Variationen", in denen er, mehr oder weniger offensichtlich, durch verschlüsselte Namensgebung Menschen seiner nächsten Umgebung porträtiert. Der Variation Nr. 9 gab er den Namen "Nimrod". Man ist geneigt, die Quelle dieses Namens in alten Schriften, und wird in der Bibel auch tatsächlich fündig. Sie verweißt im Alten Testament auf einen mächtigen Jäger mit dem Namen Nimrod. Ein guter Freund Edward Elgars war Augustus J. Jaeger - die phonetische Nähe ist offenkundig. Mit ihm - so wird berichtet - diskutierte er bei seinen nächtlichen Spaziergängen die langsamen Sätze in Beethovens Sonaten. Zum Dank und als Respekt gegenüber seinem Freund griff Edward Elgar die ersten acht Takte des zweiten Satzes aus Beethovens "Pathetique" auf und gab dieser Variation den überlieferten "ehrwürdigen" Namen "Nimrod".

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• 2017