Landesblasorchester sehr präzise und überzeugend

Kreis Heinsberg. Die Region erlebte einen großen Tag der Blasmusik, der den Beweis lieferte, dass sie sich diesseits der Grenze voll emanzipiert hat und den niederländischen Nachbarvereinen Paroli bieten kann.

In der Bürgerhalle von Heinsberg-Karken gastierte - mit Unterstützung des Kreisverbandes vom Volksmusikerbund und des Instrumentalvereins Karken - das Landesblasorchester NRW, das seit 1995 unter der Leitung des Düreners Renold Quade steht und heimische Komponisten bevorzugt. Sie waren zum Teil anwesend und gaben Erläuterungen zu den Stücken. Die Vermittlerrolle für diese Verpflichtung spielte Josef Heithausen, der einen heißen Draht zum Landesverband hat.

Auch wenn die Resonanzauf diesen Auftritt des über 60-köpfigen Vorzeigeorchesters die Stimmung etwas trübte, waren die Darbietungen über die Maßen glänzend, sehr präzise und überzeugend.

« Musik aus NRW für NRW» lautete das Motto an diesem Abend. Neben den jungen Orchestermitgliedern gehörten Sympathie und Bewunderung den Solisten, an der Spitze Monika Leufgen aus Prüm, daneben auch ein ungenannter Harfenspieler und Solist am Englisch-Horn.

Diese Besetzung verriet schon, dass die NRW-Harmonie von außerordentlich edler
Besetzung ist. Und diese wurde auch wirksam eingesetzt. Professor Heinz Kricke aus Dortmund traf die Auswahl. Landesregierung wie Landesmusikrat ist es derzeit ein besonderes Anliegen, das Schaffen einheimischer Komponisten hervorzuheben. Dass auch originäre Blasmusik keineswegs «Trockenfutter» sein muss, wurde eindrucksvoll bewiesen.

(sche) AZ-Web und AN-Online, 08.10.2007

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