Blasorchester zeigen grandiose Leistung

Galakonzert begeistert das Publikum - die Liebe zur Musik zum Ausdruck gebracht

Höxter (zim). Zum großen Galakonzert hatten jetzt das Landesblasorchester NRW, der Solo-Trompeter Frits Damrow und das Stahler Blasorchester in die Residenz-Stadthalle Höxter geladen. Bei dem Landesblasorchester handelt es sich um ein Auswahlorchester des Volksmusikerbundes NRW, dessen Spezialitäten besonders Originalkompositionen, Uraufführungen, Filmmusiken und Musicals sind.
65 Musiker gehören dem Klangkörper an. Das Landesblasorchester fühlt sich sowohl auf den ganz großen als auch auf den kleinen Bühnen heimisch. Als Chefdirigent fungiert Renold Quade. Professor Frits Damrow (45) begann bereits mit neun Jahren, Flügelhorn und Trompete zu spielen. Er ist inzwischen Solotrompeter des Königlichen Konzerthauses in Amsterdam. Am Samstag hatte er in Stahle einen Trompeten-Workshop für Mitglieder des Stahler Blasorchesters veranstaltet und ihnen unter anderem Tipps und Tricks des Trompetenspiels sowie Atemtechniken vermittelt. Den grandiosen Auftakt des Konzertes bildete das Landesblasorchester NRW. In dem Stück »October« brachten die passionierten Instrumentalisten ihre Liebe zur Musik zum Ausdruck. Danach folgte das Lied »New York«, das die Zuschauer in die Metropole entführte, um dort beispielsweise das Nachtleben, die Geschäftigkeit und die Skyline, aber auch bei leisen Tönen den Ground Zero zu erleben. Im Anschluss daran entführte das Orchester nach Manhattan. In »Saturday Serenade« konnte man das eigentümliche Ambiente einer Jazzkneipe an einem Samstagabend wahrnehmen, während »Sunday Scherzo« das bunte Treiben im Central Park beschrieb. In beiden Stücken bewies Frits Damrow eine herausragende Leistung. Für die einzigartige Darstellung gab es großen Applaus.

Durch das Programm führte Rudi Weber, der zu jedem Lied Hintergrundinformationen gab. In »West Side Story« hauchte das Landesblasorchester der bekannten Liebesgeschichte des Musicals musikalisches Leben ein und »Sweet Carolina Charleston« verbreitete das Flair der goldenen 20-er Jahre.
Den zweiten Teil des Konzertes bestritt das Stahler Blasorchester, das von Rainard Bunte dirigiert wurde. Es begeisterte mit dem bekannten Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron. Auch der »Marche Turque« mit Tobias Alsweh, der als Solist Xylophon spielte, gestaltete sich eindrucksvoll. Bei »Tubissimo« ließen sich die Musiker und besonders Gerald Jakubus (Tuba) die Leidenschaft, mit der sie der Musik frönten, hörbar anmerken. Weiterer Höhepunkt war das Zwischenspiel des Trompeten-Ensembles des Frits Damrow-Workshops in Stahle. In dem »Prelude and Fugue For Trompet Choir« bewiesen alle Mitwirkenden große Klanggewalt. Auch im »Opus For Trompet« überzeugte das Orchester, sowie Frits Damrow mit musikalischer Kunstfertigkeit. Mit »Sing Sing Sing« beeindruckten Tobias Alsweh (Drums) sowie Sebastain Ruthe, Felix Scholz und Eberhard Süßle (Trompete) und Björn Weber (Klarinette). Das Landesblasorchester, das Stahler Blasorchester und Solo-Trompeter Frits Damrow präsentierten eine gelungene Mixtur verschiedener Stil- und Musikrichtungen. Das musikalische Können wurde mit langanhaltendem Applaus honoriert.

Westfalenblatt, 04.04.2006

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