Erstklassige Unterhaltung und Gänsehaut-Atmosphäre

Höxter (04.04.06). Gleich drei musikalische Leckerbissen warteten auf die Besucher des Galakonzertes, das am Sonntagnachmittag in der Residenz Stadthalle in Höxter stattfand. Rund 250 interessierte Zuhörer kamen in die Halle, um sich vom Stahler Blasorchester, sowie dem Landesblasorchester NRW und des weiteren von Solo-Trompeter Frits Damrow erstklassig unterhalten zu lassen. Auf eine bunte Mischung verschiedener Stilrichtungen und gut gespielte Klänge konnten sich die Zuschauer freuen.

Mit dem Landesblasorchester betraten die talentiertesten Blasmusiker Nordrhein-Westfalens die Bühne der Stadthalle. Da es sich um ein Auswahlorchester des Volksmusikerbundes NRW handelt, finden sich in seinen Reihen nur die besten Musiker. Das Orchester setzt sich aus über 65 Ensemblemitgliedern zusammen, die wiederum aus den über 1.000 Musikgruppen des Bundeslandes stammen. Auch eine Stahlerin befindet sich in diesem besonderen Musikerkreis: Klarinettistin Sabine Bunte, Ehefrau des Stahler Dirigenten Rainard Bunte, überstand den schwierigen Aufnahmetest, und zählt zum Ensemble. Und welche Klasse das Landesblasorchester NRW besitzt, zeigte sich schon bei den ersten Stücken. Chefdirigent Renold Quade aus Düren, er gilt genau wie seine Musiker als einer der besten seines Faches in NRW, ließ als ersten Titel „October" von Eric Whitacre aufspielen. Und dieser Titel, der die Eindrücke und die Stimmung im Herbst beschreibt, ließ dank der Klangbreite und des perfekten Spiels des Orchesters, Gänsehaut unter den Besuchern aufkommen. Ebenso die symphonische Dichtung „New York", die einen Gang durch Wallstreet, Broadway und Centralpark beschreibt. Auch bei einem Medley der bekanntesten Melodien aus „West Side Story" und „Sweet Carolina Charleston" von Jef Penders zeigten die Musiker ihr großes Können und die Begeisterung, die von diesen Liedern ausgeht.

Der Niederländer Frits Damrow gilt als einer der besten Solo-Trompeter weltweit und unterrichtet dieses Instrument sonst in Metropolen wie Los Angeles, Rom und Moskau. „Und seit gestern können wir uns in Stahle auch dazu zählen", erklärte Moderator Rudi Weber sichtlich stolz, da Damrow am Tag zuvor einen Workshop für die Stahler Trompeter veranstaltet und ihnen Tipps und Tricks gezeigt hat. Und dass er ein ganz Großer unter den Trompetern ist, bewies Frits Damrow eindrucksvoll in dem Stück „Manhattan", das er zusammen mit dem Landesblasorchester spielte, sowie in „Opus for Trumpet", welches er mit dem Stahler Blasorchester zu Gehör brachte. Anhaltender Applaus und stehende Ovationen für Damrow und das Landesblasorchester am Ende ihres Auftrittes, dem dann der des Stahler Blasorchesters unter der Leitung von Rainard Bunte folgte. In gewohnter Manier spielten die Stahler auf, präsentierten mit „Tubissimo", „Too much mustard" und „Sing, sing, sing" ein großes Musik- und Klangerlebnis für die begeisterten Zuhörer, die ihrerseits alle drei musikalischen Leckerbissen des Galakonzertes sehr genossen.

Täglicher Anzeiger Holzminden, 04.04.2006

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